Warum schreibt man bzw. ich einen Blog???

Warum schreibt man einen Blog? Das ist die Frage, über die ich mir Gedanken mache, seit ich darüber nachdenke, ob das auch etwas für mich wäre.

Weil man etwas zu sagen hat? Ich zumindest nicht. Also, ich habe zu vielem eine Meinung und zu dem meisten etwas zu sagen. Meistens ist es aber auch nur das. Eine Meinung. Ohne Hintergrund, ohne Fachwissen. Nichts, was nicht viele viele Menschen besser und fundierter erklären könnten.

Warum also einen Blog schreiben? Und überhaupt: Schreiben. Kann ich das überhaupt?

Ich bin ein Fan von Sprache und Grammatik. Das, was oft als „Grammar-Nazi“ bezeichnet wird. Trotzdem… Kann ich Schreiben? Nun, ich vermute, ich werde es herausfinden.

Nicht jeder, der richtig lesen und schreiben kann, kann auch `Schreiben`. Gedanken zu Worten. Worten, die im besten Falle jemand liest. Wenn nicht? Dann werde ich nicht in Depressionen verfallen.

Denn, seien wir mal ehrlich: In meinem Fall ist ein Blog eigentlich überflüssig. Wer will schon über mein (nicht besonders spannendes) Leben lesen? Denn das ist es, worum es gehen wird.

Ich
Ganz egoistisch
Mein Leben, mit dem was es ausmacht.
Das sich im großen und ganzen um meine Krankheit(en) dreht. Ärzte und Diagnosen.
Bücher, Filme, Serien und meine Meinungen dazu.
Essen. Ich hungere nämlich nicht gerne. Nur: Kranksein heißt in meinem Fall auch: Essen ist schwierig.
Alltag. Mit allem, was dazugehört. Langeweile und verrückte Kollegen und Kunden.

Also, warum ein Blog?

Vielleicht geht es darum, mir ein bißchen beim Denken zu helfen. Gedanken sortieren.
Vielleicht geht es darum, zu sehen, daß mein Leben trotz allem, (meistens) gar nicht so schlecht ist.
Vielleicht geht es darum, die Hoffnung nicht zu verlieren, wenn alles mal wieder nur bergab geht.

Also…

Vielleicht ist Hoffnung also gar kein so schlechter Grund zu ‘Denken’ und zu ‘Schreiben’.

Well….
May the Odds be ever in our favor!